DRK Ortsverein & Bereitschaft Leimen

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RTTLS-Fortbildung für Leimener Helfer

Eingetragen von k.bruemmer am 18.02.2013

Am Samstag den 16.02.2013, trafen sich 8 unserer Helfer um 06:30 Uhr im RAZ, um an einer besonderen Fortbildung am Hockenheimring teilzunehmen. Hier hatten sich die Helfer für den Lehrgang „Race Track Trauma Life Support“ (RTTLS) des Deutschen Motor-Sport-Bunds (DMSB) angemeldet. Race Track Trauma Life Support (RTTLS) ist ein Konzept zur strukturierten und prioritäten-orientierten Versorgung von schwerverletzten Patienten im Rahmen von Rennsportveranstaltungen. Aufgrund der zahlreichen Unterschiede zu Unfällen im öffentlichen Verkehrsraum und nicht zuletzt aufgrund des besonderen Reglements im Motorsport, ist die Initiative zur Entwicklung einer strukturierten Versorgung schwerverletzter Motorsportler entstanden. Das RTTLS-Konzept basiert auf den Empfehlungen des FIA Institute for Motor Sport Safety and Sustainability sowie den Empfehlungen und Leitlinien zur Behandlung von Schwerverletzten der medizinischen Fachgesellschaften. Schwerpunkt bei diesem Lehrgangskonzept ist die Versorgung eines Traumapatienten nach dem sogenannten ABCDE-Schema, welches eine schnelle präklinisch Einschätzung der Verletzung ermöglicht und eine sehr zügige Versorgung im Rahmen von Rennsportveranstaltungen ermöglicht.

Um 08:00 Uhr fand im Sachshaus die Begrüßung des RTTLS Teams statt. Das Team besteht aus mehreren Ärzten sowie Rettungsassistenten des Medical Centers Hockenheim. Schon ging es mit dem zweistündigen theoretischen Unterricht los. Ein kurzweiliges Theorieprogramm, durchgeführt durch drei Referenten wurde durch eine kurze Vorführung abgerundet, welche das ABCDE-Schema verdeutlichte. Nach dem theoretischen Teil, ging es in das MC (Medical Center des Hockenheim-Ringes) um an praktischen Fallbeispielen die Umsetzung für jeden einzelnen Teilnehmer zu trainieren. Der gemischte Teilnehmerkreis aus Notärzten, Rettungsassistenten und Rettungssanitätern nahm dieses Ausbildungskonzept motiviert und sehr interessiert an. Die Fallbeispiele, bestehend aus diversen Szenarien wurden auf der Rennstrecke sowie im MC nachgestellt. Da sich das sogenannte ABCDE-Schema permanent wiederholte, sorgte für ein eindringliches Training der Beurteilung und damit der Stabilisierung des Patienten, als regelmäßige Übung des Erlernten.

Ebenfalls konnten die teilnehmenden Helfer folgende Techniken trainieren:

  • Legen einer Thoraxdrainage
  • Legen des Larynxtubus
  • Legen eines intraossären Zugangs mit Akku-Bohrer (anhand ez-io-Technik)
  • Durchführung einer Koniotomie mit dem Quicktrach-Set
  • Entlastungspunktion bei einem Pneumothorax
  • Einsatz eines SAM-Beckengurtes sowie
  • Einsatz des Tourniquets zur Blutungsstillung

Nach dem praktischen Teil, wurde der Lernerfolg durch eine schriftliche Prüfung abgerundet, die von allen Teilnehmern bestanden wurde. Gegen 18:00 Uhr war der Lehrgang beendet und die Helfer erhielten die Teilnahmeurkunde des DMSB.

Das Resumee war eindeutig, viel gelernt, sehr langer Tag und viel Nutzen für den täglichen Umgang mit Traumapatienten. Näheres zum Kursangebot des DMSB finden sie hier.

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