DRK Ortsverein & Bereitschaft Leimen

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Meilenstein in der Vereinshistorie – Einsatzfahrzeuge und Einsatzmaterial ziehen ein

Eingetragen von m.moskorz am 06.04.2008

Das ist ein wahrlich wichtiger Tag in der Vereinshistorie von DLRG, DRK und FORL. Der erste Vorsitzende der Förderorganisation Matthias Frick sprach damit vielen aus der Seele, denn für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte von DLRG und DRK bricht nach jahrelangem hin und her ein neues Zeitalter an.

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Zur besseren Veranschaulichung muss eine kleine Zeitreise unternehmen werden. Im Jahr 1997 wurde die DRK Bereitschaft Leimen durch Aktive der DLRG Leimen wiederbelebt. Die Bereitschaft wirkte daraufhin mit eigenem Fahrzeug am Rettungsdienst, die DLRG schon etwas länger mit Bootsgruppenfahrzeug, Motorrettungsboot und Einsatztauchern am Wasserrettungsdienst des Landes mit. Beide übernahmen in dieser einmaligen Symbiose jeweils wichtige Aufgaben, bei denen schnelle und professionelle Arbeit für den Erfolg Grundvoraussetzung ist. Erheblich erschwert wurde diese Arbeit allerdings durch die räumliche Situation, da zunächst keine geeignete Unterbringung für die beiden Hilfsorganisationen gefunden werden konnte. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass sich beide Organisationen von Beginn an zusammen positioniert haben und eine gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten vereinbart hatten. Durch die so ermöglichten Synergien sollten wertvolle Ressourcen eingespart werden. Ein Zustand, von dem andere Gemeinden nicht profitieren können und so mehr Geld für unterschiedliche Objekte und Bedürfnisse investieren müssen. Düster erinnert sich Frick an Zeiten zurück, in denen beispielsweise der Rettungswagen ungeschützt auf der Straße stand und Notfallmedikamente im Winter vor dem Einfrieren geschützt werden mussten. Zwar konnte 1999 eine provisorische Fahrzeughalle bezogen werden, mehr als ein Dach über dem Kopf hatten die Fahrzeuge aber auch dann noch nicht. Schlechte Isolierung, Feuchtigkeit und Schimmel verursachten den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer fünfstellige Schäden an Fahrzeugen, Einsatzmaterial und Einsatzkleidung. Zudem platzte schon nach kurzer Zeit das Provisorium aus allen Nähten, wieder mussten Fahrzeuge auf die Straße sowie Einsatzmaterial ausgelagert werden, Platz und Möglichkeiten für Funktions- und Sanitärräume bestanden dort von vornherein nicht.
Dankenswerterweise sind diese Zeiten jetzt endgültig vorbei. Stadtverwaltung und Gemeinderat haben mit ihrer Unterstützung ein deutliches Zeichen für die ehrenamtliche Arbeit im Sinne des Gemeinwohls in Leimen und Umgebung gesetzt. Fast genau ein Jahr ist vergangnen, im April 2007 zogen DLRG und DRK aus der völlig maroden Fahrzeughalle aus. Unmittelbar im Anschluss wurde mit dem Neubau des Rettungs- und Ausbildungszentrums begonnen, der heute zwar noch lange nicht abgeschlossen ist, aber dennoch einen Meilenstein erreicht hat. Nachdem der Vorplatz vor dem Freibad neu angelegt wurde, konnten die Einsatzfahrzeuge von DLRG und DRK die bereits fertig gestellten Fahrzeughallen Anfang April endgültig beziehen. Ebenfalls bezugsfertig sind die beiden Umkleiden und der große Materialraum im Erdgeschoss. Damit können wir nicht nur unser gesamtes Einsatzmaterial wieder uneingeschränkt in den Einsatz bringen, sondern wir können auch zeitnah auf alles zugreifen und individuell agieren, strahlt Frick. Für die Einsatzkräfte wird das RAZ somit ab sofort zentrale Anlaufstelle im Einsatzfall, egal von wo das Personal anrückt. Jede Einsatzkraft verfügt im RAZ über einen Spind, in dem Einsatzkleidung und persönliche Schutzausrüstung sauber und trocken aufbewahrt werden können. Nasse Einsatzkleidung, insbesondere Tauch- und Leinenmaterial können ordnungsgemäß im Trockenraum getrocknet werden, für schmutzige oder kontaminierte Kleidung und Technik steht ein Desinfektionsraum zur Verfügung. Die Möglichkeit direkt nach Einsatz- bzw. Dienstende am RAZ zu Duschen rundet das ganzheitliche Konzept ab. Ab sofort muss niemand mehr den Dreck seiner Arbeit nach Hause tragen.
Mit dem Umzug am ersten Wochenende im April wird also alles neu. Die Frage wie es weitergeht ist für Matthias Frick rasch beantwortet. So schnell wie möglich sollen auch die restlichen Räume im Erdgeschoss, insbesondere die Sanitäranlage fertig gestellt werden. Anschließend kann dann mit dem Ausbau des Obergeschoss begonnen werden, wobei auch hier zum Teil erhebliche Arbeiten, wie das Verlegen der Bodenfliesen, bereits erfolgt sind. Von Außen fehlt noch die Fassade, für die ein Sponsor schon das Material zugesagt hat. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten und der vollständigen Inbetriebnahme rechnen DLRG, DRK und FORL zum Sommer 2008.