DRK Ortsverein & Bereitschaft Leimen

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Viele Erstspender und ein schönes Gesamtergebnis zum Comeback

Eingetragen von m.moskorz am 12.02.2009

Exakt zwei Jahre ist es her, seit in Leimen zum letzten Mal eine Blutspende stattgefunden hat. 165 Blutkonserven konnten im Februar 2007 gesammelt werden, ehe die DRK-Bereitschaft Leimen bedingt durch den Bau des Rettungs- und Ausbildungszentrums (RAZ) eine Zwangspause einlegen musste. Seit dem Spatenstich im Mai 2007 mussten in das zukünftige Vereinsheim zahlreiche Eigenleistungen gesteckt werden. Während dieser Zeit war es somit leider unumgänglich, einige andere Tätigkeiten wie Beispielsweise auch die Blutspende zurück zu fahren.
Nachdem sich aktuell die Ausbauarbeiten aber auf die Zielgerade begeben haben, können nun auch wieder die eigentlichen Aufgaben des Roten Kreuzes stärker als zuletzt wahrgenommen werden. Für die Bereitschaft Leimen ist ein Aufgabenschwerpunkt die Ausrichtung von Blutspenden, bei denen gemeinsam mit dem hauptamtlichen Team des Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen möglichst viele Blutkonserven von freiwilligen Spenderinnen und Spendern aus der Bevölkerung gesammelt werden sollen. Bevor aber eine solche Aktion beginnen kann und dabei die Spender in der Tat angezapft werden können, sind vorab eine Menge Vorbereitungen zu treffen. Dazu zählt insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit, die bereits bis zu vier Wochen vor jeder Aktion mit Plakaten, Flyern und Transparenten im Stadtgebiet sowie Anzeigen in den regionalen Zeitungen beginnt.

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Vorbereiten muss sich auch das Küchenteam, gilt es doch dem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Ruf einmal mehr gerecht zu werden. Diese Mühen haben sich in jedem Fall auch diesmal wieder gelohnt, denn eine lange Theke mit frischen Salaten, selbstgebackenen Kuchen und Torten sowie Joghurt und frisches Obst bot den erleichterten Spendern reichlich Gelegenheit sich neu zu stärken. Dazu gab es Putenrahmgeschnetzeltes mit Nudeln oder wahlweise als vegetarische Alternative Grünkernbratlinge mit Tomatensoße. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle neben dem Küchenteam wieder einmal auch an unsere zahlreichen Kuchenspender, ohne die das Angebot weit weniger vielfältig ausgefallen wäre.
Richtig ernst wurde es für die Bereitschaft dann aber erst am Tag der Spende selbst. Der 12. Februar 2009 präsentierte sich winterlich, kalt und die Schneeflocken rieselten fleißig vom Himmel. Bereits um 8 Uhr sammelten sich die ehrenamtlichen Kräfte am RAZ. Dies war natürlich nur denjenigen möglich, die an diesem Tag von ihrer Arbeit freigestellt werden konnten. Das DRK Leimen zahlt hierfür jedoch einen hohen Preis. Der Verdienstausfall der Helfer wird nicht mehr vom Blutspendedienst übernommen sondern muss vom jeweiligen Ortsverein aufgebracht werden. Eine Situation, mit der der Ortsvereinsvorsitzende Matthias Frick alles andere als glücklich ist. Zwar erhält der Ortsverein für die Ausrichtung der Aktion eine Pauschalvergütung, die sich am jeweiligen Spendeaufkommen bemisst, dem stehen aber auch alle Aufwendungen, insbesondere für Verpflegung und Logistik gegenüber. Für den Ortsverein wird die Durchführbarkeit somit zum Rechenspiel, bei dem Frick zwei Szenarien kategorisch ausschließt: „Es kann nicht sein, dass wir an der Qualität des Essens für die Spender sparen müssen oder dass unser Ortsverein drauflegen muss“. Damit die Helfer nicht „gekauft“ werden müssen, hatten einige extra für diesen Tag Urlaub genommen oder feierten Überstunden ab. Ohne ehrenamtliche Helfer geht an so einem Tag nichts – für ihr Engagement ist der Erste Vorsitzende sehr dankbar.
Nach einer kurzen Lagebesprechung machten sich die Helfer mit verschiedenen Aufgaben auf den Weg. Frische Zutaten und Getränke wurden eingekauft während gleichzeitig das Küchenmaterial gerichtet, verpackt und zur Aegidiushalle, die wieder einmal als Veranstaltungsort diente, gebracht wurde. Ab 11.00 Uhr konnte dort Quartier bezogen werden. Keine Minute zu früh, denn vor allem in der Küche ging es alsbald Schlag auf Schlag. Salat und Gemüse waschen und klein schneiden, Fleisch anbraten und Soßen kochen, Dekorieren und die ersten Nudeln abkochen. Nachdem auch ein Vorkoster dem Menü seinen Segen gegeben hatte, war man hier für die ersten hungrigen Spender gerüstet. Derweil entluden die starken Frauen und Männer der Bereitschaft die LKW des Blutspendedienstes, Tische und Stühle waren in der Halle bereits vorbereitet worden. Auch nach zwei Jahren sitzt noch jeder Handgriff, sodass die Aufbauarbeiten nicht in Stress ausarten mussten. Kühlgeräte, Betten, Labor- und Abnahmematerial, die EDV und jede Menge Zubehör, alles kam ordnungsgemäß an seinen Platz.
Die Spender konnten kommen, und sie kamen auch. Selbst das nach wie vor trübe und winterliche Wetter konnte die Spender nicht bremsen, zum offiziellen Beginn um 14.30 Uhr waren bereits die ersten 20 Spender in der Halle unterwegs und hielten die Bereitschaftsmitglieder auf Trab. Wie gehabt wurde nach Anmeldung und ärztlicher Untersuchung jeweils maximal 500 ml Blut entnommen, ehe sich die Spender nach einer kurzen Ruhephase am Buffet des Küchenteams wieder stärken konnten.
Den gesamten Nachmittag über strömten die Menschen aus Leimen und Umgebung in die Halle, viele um zu Spenden, einige aber auch um erst mal zu schauen. Auch sie konnten sich bei ihrem Einblick davon überzeugen, dass Blutspenden längst zum Ereignis für die ganze Familie geworden sind. So ist beispielsweise eine Kinderbetreuung zum Malen und Spielen fester Bestandteil der Leimener Blutspende. Mit den Rettungshunden Astro und Ben waren zudem zwei Ehrengäste gekommen, die für zusätzliche Abwechslung sorgten. Beide durchlaufen derzeit noch ihre Ausbildung und können hoffentlich bald das DRK Leimen in der Rettungshundestaffel Rhein-Neckar vertreten.
Der Nachmittag verging wie im Flug, um 19.30 Uhr wurde die Veranstaltung schließlich planmäßig für die Spender beendet. Nachdem auch das letzte Tröpfchen Blut abgezapft und der letzte Teller leer gegessen war, konnte mit dem Abbau begonnen werden. Zuvor konnte Bereitschaftsleiterin Dominique Gallas allerdings noch stolz die Ergebnisse des Tages verkünden: 191 Spendewillige hatten sich an diesem Donnerstag zur Spende angemeldet, darunter beachtliche 61 (!) Erstspender. Gerade auf diesen Wert kann die Bereitschaft besonders stolz sein. Da 33 angemeldete Spender an diesem Tag aus medizinischen Gründen kein Blut abgeben durften und zurück gestellt werden mussten, konnte der Blutspendedienst am Ende 158 Blutkonserven mit in die Zentrale nehmen. Zum Vergleich, dies waren ganze sieben Konserven weniger als bei der letzten Blutspende vor zwei Jahren. Der befürchtete Einbruch der Zahlen hatte sich somit nicht bewahrheitet und das Comeback kann als Erfolg gewertet werden.

Die Bereitschaftsleitung bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen erschienenen Spendern. Wir hoffen, wir konnten auch nach zweijähriger Pause wieder eine angenehme und teilweise auch unterhaltsame Spende mit leckerer und ausgewogener Verköstigung bieten. Unser Dank geht auch an die Ärzte, Schwestern und Fahrer des hauptamtlichen Blutspendedienstes, mit denen uns die Zusammenarbeit wieder einmal reibungslos von der Hand ging. Unser Respekt gebührt dem Küchenteam, welches durch die Bastelfrauen der AWO Leimen verstärkt wurde und dem aufgebauten Ruf mehr als gerecht werden konnte. Und zu guter letzt einen ganz herzlichen Dank an unsere Bereitschaftsmitglieder, die mit über 300 Helferstunden vor, nach und während der Veranstaltung den Rahmen zum Gelingen der Blutspende geschaffen haben. Hierfür allen vielen herzlichen Dank!

Sollten Sie Fragen, Kritik oder Anregungen zu unseren Blutspendeaktionen in Leimen haben, so steht Ihnen unsere Bereitschaftsleiterin Dominique Gallas (d.gallas@drk-leimen.de) als Ansprechpartnerin jederzeit gerne zur Verfügung. Alle Termine von Blutspenden in der Umgebung sowie Informationen zum Blutspenden, wie Bedingungen und Ausschlusskriterien, erhalten sie unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienst Baden- Württemberg/ Hessen 0800- 11 949 11 oder auf der Homepage www.blutspende.de.