DRK Ortsverein & Bereitschaft Leimen

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Absicherung: Beerdigung Herbert Ehrbar

Eingetragen von k.bruemmer am 19.05.2011

Wie bereits berichtet, ist unser langjähriger Vorstand, der ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Ehrbar von uns gegangen. Heute war seine Beerdigung auf dem Waldfriehof in St. Ilgen.
Aufgrund der zu erwartenden Zahl der Trauergäste waren wir von 14 bis 16 Uhr als medizinische Absicherung angefordert.
Dieser Anforderung kamen ein Rettungsassistent, eine Rettungssanitäterin und eine Sanitäterin mit dem KTW gerne nach.
Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir zusammen mit den Angehörigen und vielen Gästen Abschied nehmen.
Unsere medizinischen Hilfe wurde trotz der Hitze nicht benötigt.

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Bericht aus der RNZ von 20.05.2011

Leimen nahm Abschied von Herbert Ehrbar
Hunderte von Menschen gaben gestern dem früheren Oberbürgermeister und Ehrenbürger das letzte Geleit

Von Thomas Frenzel
Leimen. Das Glockengeläut der Friedhofskapelle war verstummt, am Grab erklang „Ich hatt’ einen Kameraden“: Hunderte von Bürgern erwiesen gestern auf
dem Waldfriedhof von St. Ilgen dem Ehrenbürger Herbert Ehrbar die letzte Ehre, versicherten den Angehörigen ihre aufrichtige Anteilnahme. Der frühere Oberbürgermeister von Leimen, das er zur Großen Kreisstadt entwickelt hatte, war am Freitag im Alter von 77 Jahren seiner schweren Krankheit erlegen.
Mit ernsten Mienen hatten sie zuvor in der Aussegnungshalle und auch im Freien die Trauerfeier verfolgt, die von zahlreichen Chören gestaltet und von Pfarrer Wolfgang Keller zelebriert wurde: Es war Herbert Ehrbar selbst gewesen, der dem früheren Geistlichen der St. Ilgener Protestanten das Versprechen abgenommen hatte, ihn zu beerdigen. Das war vor vier Wochen gewesen, sagte ein erkennbar erschütterter Wolfgang Keller, der bekannte, mit dem Verstorbenen eine Art väterlichen Freund verloren zu haben, auf den man sich – mit all seinen Ecken, Kanten und vielen Stärken – stets verlassen konnte.
Zahlreiche Redner zeichneten in ihren Nachrufen das Bild eines rastlos engagierten und unglaublich präsenten Mannes, der Visionen entwickelte und mit aller Kraft an deren Verwirklichung arbeitete. Unter Herbert Ehrbar, der 1966 zum Bürgermeister von St. Ilgen gewählt wurde und später als Rathauschef der Großgemeinde bis 2000 amtierte, war Leimen zur am schnellsten wachsenden Kommune in Baden-Württemberg avanciert. Dies sagte Oberbürgermeister Wolfgang Ernst, der die Schwierigkeit einräumte, in wenige Worte das zu fassen, was die Person, das Selbstverständnis und das Ansehen seines ob seiner Leistungen vielfach ausgezeichneten Amtsvorgängers ausmachte: Vieles, was die Stadt noch heute ausmache, trage die Handschrift Herbert Ehrbars.
Auch im Namen von SPD, FDP und Freien Wählern würdigte der CDU-Fraktionssprecher Hans Appel das vor neuen Ideen nur so sprühende Wirken des Verstorbenen, der sich als parteiloser Kommunalpolitiker Achtung und Respekt weit über die Stadtgrenzen hinaus erworben hatte. In ergriffenen Worten nahm Stadtbrandmeister Armin Nelius nicht nur Abschied von einem früheren Stadtoberhaupt, dessen Leistung für das Feuerwehrwesen ihresgleichen suchen müsse: Mit Herbert Ehrbar habe man einen Kameraden verloren, der vor 50 Jahren
der St. Ilgener Wehr beigetreten und auf den stets Verlass gewesen war.
Wie Gabriele Herb, die für die Vereine St. Ilgens sprach, hob auch Josef Zeitler im Namen der Vereine von Leimen und Gauangelloch den unermüdlichen Einsatz des Verstorbenen für die
Europa- und Sportstadt hervor. Jederzeit ansprechbar und von hoher fachlicher Kompetenz, habe er neben seinem Beruf auch im Ehrenamt eine Berufung gesehen. Eine Berufung, die auch auf Völkerverständigung und Hilfe für Menschen in Not zielte, wofür Rudi Sailer namens der Partner- und Patenschaften Dank sagte.Dem verstorbenen Oberst der Reserve zollte Erich Wolf von der Reservistenkameradschaft seinen Respekt.
Auf die mannigfachen Verdienste um den Sport, die sich nicht allein mit dem zäh errungenen Bundesleistungszentrum bemessen lassen, verwies Dieter Schmitt-Volkmar vom Landessportverband. Für den Bundesverband der Gewichtheber erinnerte Claus Umbach an Ehrbars Kampf gegen Doping und sein Eintreten für modernen Leistungssport. Dass dieses
von Erfolg gekrönt wurde, so auch Hans Hofrichter von den baden-württembergischen Gewichthebern, zeige die große Zahl jener Erfolgsathleten, die in Leimen groß wurden.

Foto RNZ 2011-05-20
Vorbei am Ehrenspalier der Freiwilligen Feuerwehr wurde Herbert Ehrbar gestern zu seiner letzten Ruhestätte geleitet. Hunderte von Bürgern hatten sich in die aufliegenden Kondolenzlisten eingetragen, bevor sie in der Trauerhalle von dem Ehrenbürger Abschied nahmen. Fotos: Alex