Absicherung Bon Jovi Konzert

Am Samstag, den 16. Juli waren wir vom Kreisverband Mannheim zur Unterstützung beim Bon Jovi Konzert angefragt. So trafen 2 unserer Helfer um 13 Uhr mit dem KTW am Maimarktgelände ein und wurden als Transportfahrzeuge dem Medical Center 1 zugeordnet. Insgesamt gab es drei Medical Centers.
Bei bestem Sommerwetter waren 40 000 Gäste erschienen, um zwischen 20 und 23 Uhr dem Konzert zu lauschen.
Gleich beim Einlass war schon der erste Patient mit einem Sonnenstich vom Eingang in eines der Medical Centers zu transportieren. Im Verlaufe des Abends transportierten unsere Helfer dann noch 2 Patienten in die Uniklinik Mannheim zur weiteren Untersuchung und Versorgung.
Gegen 1 Uhr morgens rückten unsere Helfer wieder im RAZ ein.

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Bericht aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 18.07.2011:

Hallelujah: Jon Bon Jovi verbeugt sich vor Mannheim
Die Band spielt sich vor 40 000 Fans fast drei Stunden lang die Seele aus dem Leib
Von Peter Wiest

Mannheim. Da muss es irgend etwas ganz Besonderes geben zwischen Mannheim und Jon Bon Jovi. Als der nämlich vor acht Jahren auf dem Maimarkt auftrat, kam
er vergnüglich ins Plaudern, erzählte lange Geschichten – und am Ende überzog er die vorgesehene Show-Zeit so arg, dass es Anwohner-Beschwerden hagelte, die dazu führten, dass es danach lange keine großen Open Airs mehr gab auf dem Gelände. Jon Bon Jovi hat es nicht vergessen: “Und deshalb”, sagt er am Samstag gleich zu Beginn seines Auftritts, “will ich heute keine langen Reden halten. Denn ich hab so viel Musik dabei, dass ich nicht möchte, dass am Ende die Zeit wieder nicht reicht”.
In der Tat! Fast drei Stunden lang stehen Jon Bon Jovi und seine Band dann auf der Bühne, singen und spielen sich die Seele aus dem Leib – und können scheinbar wieder kein Ende finden. Sehr zum Gefallen der weit über 40 000 Fans natürlich, die ein großes, ein absolut ehrliches, ein authentisches und fast rundum perfektes Rock-Konzert geboten bekommen.
Für den 49-jährigen Jon Bon Jovi und seine Musiker ist der Maimarkt scheinbar so was wie ihr Wohnzimmer – zumindest, wenn sie in Deutschland unterwegs sind. Es gefällt ihnen hier;
das braucht keiner zu sagen; das merkt man. So wird das Open Air schnell zu einer einzigen Party, bei der die Hits auf das Publikum runterprasseln wie ein an diesem Abend glücklicherweise ausbleibendes Sommergewitter. “You give love a bad name” gleich am Anfang, wobei die Fans den Refrain komplett allein singen; “It’s my Life”, “Runaway”, “I’ll sleep when I’m dead”, “Have a nice day”, “Keep the faith”: Sie sind alle da, laut, fetzig und einfach gut. Unterbrochen werden die Kracher durch die Balladen wie “Bed of Roses” oder “I’ll be here for you” – auch Rock-Fans brauchen zwischendurch was fürs Gemüt.
Jon und die Band sind in Hochform; Sie schaffen erst das Publikum und dann sich selbst. Richie Sambora spult ein verrücktes Gitarrensolo nach dem anderen ab; Tico Torres trommelt, als hätte er den Befehl, bloß keine Gefangenen zu machen: einfach gnadenlos. Sehen können das alles auch die Fans ganz am anderen Ende des Maimarkt-Geländes ganz wunderbar. Die riesige Leinwand hinter der Band ist ein technisches Wunderwerk. Und der Bildschnitt ist sensationell. Wer immer hier Regie führt, ist auf seine Art nicht minder genial als die Band selbst.
Am Ende wird es dann doch wieder knapp mit der vom Ordnungsamt vorgeschriebenen Zeit: Erst wenige Sekunden vor 23 Uhr verklingen die letzten Akkorde im Mannheimer Nachthimmel. Gleich sechs Zugaben hat die Band zuvor gegeben – darunter als absoluten Knüller und größte Ãœberraschung des Abends eine Gänsehaut-Version von Leonard Cohens “Hallelujah”, das Jon Bon Jovi auf der derzeitigen Tour bisher nur einmal in England gesungen hat. Ein Kompliment und eine Verbeugung der ganz besonderen Art also vor Mannheim und seinem Publikum. Das weiß es sehr wohl zu schätzen: So viele selig verklärte Gesichter hat man selten gesehen nach einem Rock-Konzert in dieser Stadt.

RNZ1
Bon Jovi schafften in Mannheim erst das Publikum und dann sich selbst: Jon Bon Jovi und Gitarrist Richie Sambora in voller Aktion; im Hintergrund Keyboarder David Bryan. Fotos: Alfred Gerold

RNZ2
Videowand der Extraklasse hinter der Bon Jovi-Bühne: Nicht selten hatte das Publikum Gelegenheit, auch sich selbst in Großaufnahme zu bewundern.

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