DRK Ortsverein & Bereitschaft Leimen

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Konzert des Liederkranz Sandhausen

Eingetragen von k.bruemmer am 06.11.2011

Am 05.11. wurden wir in die Kurpfalzhalle nach St. Ilgen angefordert. Hier veranstalteten der KC Frösche St. Ilgen und der Liederkranz Sandhausen ein Konzert unter dem Titel “The Power of the Lord”.
So waren 2 Helfer mit dem N-KTW von 17:15 bis 0:00 Uhr vor Ort. Bis auf ein kleines Pflaster, benötigte keiner der Gäste unsere medizinische Hilfe.

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Rhein-Neckar-Zeitung vom 08.11.2011:

Der Chor war bis zum letzten Takt gefordert
“Liederkranz” Sandhausen bot in der St. Ilgener Kurpfalzhalle ein großes Konzert – “The power of the Lord”

Von Roland Fink
Leimen-St. Ilgen. “Melodien, die ein Bild eines Produktes im Kopf entstehen lassen, besetzen meine Gedanken, ob ich will oder nicht.” Mit leiser, bedächtiger Stimme
las Diakon Peter Härich und begann da, wo alles begann: bei der Schöpfungsgeschichte desBuchesGenesis. “The power of the lord”, das war das großartige Konzert des Liederkranzes Sandhausen, so gewaltig und voluminös, dass es in der Kurpfalzhalle in Leimen-St. Ilgen aufgeführt wurde. Vor vollbesetztem Hause, versteht sich, mit Illumination, Licht- und Farbspielen, mit exzellenter Technik und mit beeindruckender Bilduntermalung. Und natürlich den Akteuren des mehrstündigen Programms, den Sängerinnen und Sängern des GV Liederkranz Sandhausen.
Nach mehr als zwölf Monaten Probearbeiten war nun der Tag der Aufführung gekommen, mit dem sanften Beginn des “What a wonderful world”, dem Prolog der Entstehungsgeschichte der Erde und der Menschheit. Doch es waren nicht nur sanfte Streicheleinheiten und Seelenbalsam, was da verabreicht wurde. “Go down Moses” in einer ungewohnten Fassung kontrastierte mit dem ölverseuchten Kormoran, der nach Leben ringend hilfslos an der Küste trieb.
Es wurde mächtiger, stimmgewaltiger im Saal, die glitzernden Feuerfontänen wurden bereits zu Beginn gezündet, “Du ermutigst mich” (You raise me up) verführte zum ersten Zwischenapplaus des Abends. Ein langer Schluss, mit Pauken und Schlagzeug und mit der Macht der Stimme, bis hin zum letzten Takt forderte Chor und Ensemble des Vereins bereits hier. Voluminös, unterstützt von Rockband, Streichern und Musikern des PMA Orchestra des Privatgymnasiums St. Leon-Rot wurde modelliert, mit Sascha Th. G. Krebs wurde der Akzent noch verstärkt. Kraftvoll und variantenreich harmonierte der Sänger zusammen mit dem nahezu 100-köpfigen Chor die Lieder von “Queen”. Ãœberhaupt, Freddy Mercury scheint ihm auf den Leib geschrieben, seit der ersten Stunde steht er beim Queen-Musical “We will rock you” auf der Bühne. Dass Krebs von Sängerinnen und Sängern der Extraklasse aus dem Chor unterstützt wurde, ist für die fast schon professionell zu nennende Einstellung des Liederkranzes eine Selbstverständlichkeit.
Musikdirektor Dr. Armin Fink hatte dieses Mammutwerk zusammengestellt, selbst Arrangements vorgenommen, wie etwa beim “Knockin on heaven’s door”. Kein anderer als Bob Dylan hat dieses Lied geschrieben unter den Eindrücken von Napalm und Dschungelkampf. Untermalt wurde das Werk mit Schreckensszenarien und Erlebnissen der GIs im Vietnamkrieg.
Im krassen Gegensatz dazu stand das “Let me entertain you”, diese leichtfüßige Aufforderung zur lockeren Sichtweise der Welt, zur Muse und Unterhaltung. Der Konzertabend war mehr als bloßes Entertainment, die Texte des Rezitators waren eindringlich, die visuellen Effekte kräftig. Dieses unglaubliche Gesamtvolumen bildete zusammen mit Vokalstimmen, Orchesterklängen und Rockmusik eine pulsierende Einheit.
Mit den Gruppen aus dem Chor, den Solisten aus allen Stimmlagen, mit Violinen und E-Gitarre wurde ein Gesamtwerk geschaffen, das über Stunden die Zuhörer in den Bann zog. Der
Spannungsbogen reichte von “Bohemian Rhapsody” von “Queen” bis zu der Himmelstreppe, die auf dem Säuseln des Windes gebaut ist, dem “Stairway to heaven” von “Led Zeppelin”, mit den dezenten, zurückhaltenden Pianostellen, dem harten Percussioneffekt bis hin zur langen Finalpassage der Streicher.
Das Publikum war bis dahin ganz Ohr. Doch bei “Ãœber sieben Brücken” gab es kein Halten mehr, es sang mit. Um danach dennoch wieder in Andacht beim “Vater unser” in der Fassung von Franz Liszt zu fallen. “Is this the real life”, “Ist dies das reale Leben?”, wie es Mercury besang? Für vier Stunden waren die Zuhörer diesem entrückt. Und ein ganz kleines
Stück näher gekommen in Sinn, Wort und Werk über die Kunst der Musik und all ihren Möglichkeiten.

RNZ 2011-11-08
Kraftvoll und variantenreich: Der Liederkranzchor und Sascha Krebs bei seiner Vorstellung in Leimen. Foto: Fink